29 Dezember 2009
Was tun mit dem Inventar bei einer Haushaltsauflösung?
Eine Haushaltsauflösung ist für Hinterbliebene mit Schmerz verbunden. Die Entscheidung über Behalten, Verkaufen oder Verschenken der Gegenstände ist nicht leicht und bedeutet viel Aufwand.
Eine Haushaltsauflösung ist meistens ein trauriges Ereignis. Wohin mit all den Sachen, die einem Verstorbenen einmal lieb und teuer waren? Die Hinterbliebenen müssen zusätzlich zu ihrem Schmerz noch eine logistische Meisterleistung vollbringen: der Verkauf oder die Entsorgung des Hausstandes.
Bei einer Haushaltsauflösung gilt es, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Wertvolles von Tand zu unterscheiden. Bei einer Haushaltsauflösung ist es sinnvoll, eine schriftliche Bestandsaufnahme des Inventars zu erstellen. Wertvolle Gegenstände wie Stilmöbel,Gemälde oder Schmuck werden am besten einem Auktionshaus zur Versteigerung angeboten. Die Institute erfassen und bewerten die Gegenstände und kennen das passende Klientel, das vielleicht genau auf diesen Gegenstand gewartet hat. Selbst wenn das Bild oder der Stuhl nur das Mindestgebot erreicht, lohnt sich der Aufwand, denn immerhin muss für diesen Teil des Nachlasses keine teuren Lagerungskosten bezahlt werden.
Wer glaubt, das hinterlassene Inventar ist eine Auktion nicht wert, kann auch einen privaten Verkauf veranstalten. Ein Inserat in der Lokalpresse zieht viele Interessierte und auch Händler an. So mancher Antiquitäten-Profi findet sich unter den Besuchern, immer auf der Suche nach verborgenen Schätzen. Für umfangreiche Nachlässe wird ein Nachlassverwalter bestellt. Er und sein Unternehmen sind es dann, die die Veräußerung des Haus-oder Wohnungsinventars vornehmen. Für die Abwicklung wird in der Regel eine Provision der veräußerten Artikel bezahlt.
Doch häufig lohnt es sich nicht, das Inventar zum Verkauf- oder Versteigerung anzubieten. Da bleibt nur noch die Möglichkeit, einen Entrümpelungsdienst zu engagieren. Wichtig dabei ist, vorher genau festzulegen, welche Gegenstände für den Sperrmüll freigegeben sind. Häufig passiert es nämlich, dass der Erbe nach der Abholung vor einer leeren Wohnung steht und womöglich die wenigen wertvollen Stücke ebenfalls im Container gelandet sind.
Doch bevor der Haushalt des Verstorbenen auf dem Sperrmüll landet, sollte man überprüfen, ob Dinge wie Kleidung oder Mobiliar nicht für soziale Zwecke gespendet werden können, um damit Bedürftigen zu helfen.