05 2010

Örtliche Mietspiegel helfen bei der Wohnungssuche

In vielen größeren Städten geben Mietspiegel Auskunft über die durchschnittlichen Mietkosten vor Ort. So kann man Mietangebote besser einschätzen und hat einen verlässlichen Vergleichswert bei der Wohnungssuche.

Auf der Suche nach einer neuen Mietwohnung? Ein Blick in den Mietspiegel kann helfen, die Höhe der Mietkosten richtig einzuschätzen. Dabei werden die Durchschnittswerte, die in einer Region oder einem Stadtbezirk für die Miete anfallen, stichprobenartig erhoben und dann nach Kategorien verteilt aufgestellt. In vielen Städten und Gemeinden gibt es mittlerweile solche Zahlenwerke, die einen guten Vergleichswert für die Wohnungssuche darstellen. So lässt sich herauszufinden, ob die Miete ungefähr im ortsüblichen Rahmen liegt. Herausgeber sind oft die jeweiligen Stadtverwaltungen in Zusammenarbeit mit den Mietervertretungen sowie Interessenvertretungen von Vermietern. Wenn es sich um einen qualifizierten Mietspiegel handelt, werden dabei wissenschaftliche Methoden für die Erstellung herangezogen. Alle zwei Jahre werden die Erhebungen neu aufgestellt und aktualisiert.

In der Regel wird bei der Bewertung und Einordnung der Mieten zwischen verschiedenen Wohnungslagen unterschieden. So gibt es normale und teurere Wohngebiete, und auch hinsichtlich der Bausubstanz und weiteren Kriterien wird eine Einteilung vorgenommen. So ist für die Bestimmung der Durchschnittsmiete auch die Einrichtung der Wohnung mit entscheidend. Teilweise fließen auch Kriterien wie Lärmbelästigung oder eine energetische Bewertung der Wohnungen mit ein. Anhand eines Mietspiegels lässt sich also ein ungefährer Richtwert je nach Größe, Alter und Ausstattung einer Wohnung berechnen. Bei Mietstreitigkeiten kann man sich sogar im Zweifelsfalle vor Gericht auf die Mietspiegelwerte berufen.

In den meisten größeren Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern liegen solche Vergleichswerte für die Miete vor. Wer dort nach einer neuen Wohnung sucht, kann sich die entsprechende Broschüre bei der Stadtverwaltung oder einer örtlichen Mietervereinigung besorgen und hat damit eine verlässliche Bewertungsgrundlage. Wichtig für die korrekte Berechnung ist aber, die richtige Wohnungseinstufung vorzunehmen. In den Mietspiegeln ist jeweils ausgewiesen, in welcher Wohngegend welcher Berechnungsschlüssel anzuwenden ist. Mit Taschenrechner und ein wenig Einlesen kann man dann die Durchschnittsmietkosten berechnen.

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