26 2010
Imobilien Versteigerung - das letzte Geldmittel
Eine Imobilien Versteigerung ist oft das letzte Mittel für einen Schuldner, seine Verbindlichkeiten zu tilgen. Zwangsversteigerungen von Häusern und Grundstücken finden in Amtsgerichten statt.
Eine Imobilien Versteigerung ist schon lange kein Geheimtipp mehr für Schnäppchenjäger. Wer möglichst billig eine Imobilie erstehen will, der schaut bei den Amtsgerichten vorbei. Dort hängen die Angebote aus. Der Unterschied zum normalen Hauskauf ist, dass der Interessent zunächst nicht erfährt, wo genau das Haus oder Grundstück liegt und auch kein Foto zu Gesicht bekommt. Das Angebot informiert lediglich über die ungefähre Lage des Objekts und seinen geschätzten Verkehrswert. Erst kurz vor der Versteigerung findet eine Begehung statt.
Die meisten Immobilien Versteigerungen werden zwangsweise vom Amtsgericht durchgeführt. Schuldner, die ihre Kredite und Verbindlichkeiten nicht tilgen können, müssen ihre Immobilienwerte zur Zwangsversteigerung freigeben. Der Bieter sollte sich daher im Grundbuch gut über eventuelle Hypotheken oder Einschränkungen der Nutzungsrechte informieren. Um eine Immobilien in Bares umzusetzen, ist die Versteigerung oft das letzte - und für den Verkäufer ungünstigstes Mittel. Für eine Summe bis zu 30 Prozent unter dem geschätzten Verkehrswert kommt so manches Haus oder Grundstück unter den Hammer.
Des einen Leid, des anderen Freud. Der Richter, der dem Versteigerungsverfahren vorsitzt, darf kein Höchstgebot, das unter 70 Prozent des vom Gericht festgelegten Verkehrswertes liegt, annehmen. Dieses untere Limit beim Höchstgebot dient zum Schutz des Schuldners. Damit trägt der Staat dazu bei, dass der Insolvente mit dem Erlös einen wesentlichen Teil seines Schuldenbergs abtragen kann.
Hinter einer Imobilien Versteigerung verbergen sich oft tragische Schicksale. Es sind Familien, die aufgrund von Arbeitslosigkeit ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung nicht mehr abzahlen können. Firmengebäude enden im Versteigerungssaal oder die Witwe muss ihr Häuschen verkaufen, da ihr mann nach seinem Tod nur Schulden hinterlassen hat.
Auf Ferieninseln, wie zum Beispiel auf Mallorca, werden massenweise Luxusimmobilien zwangsversteigert. Im Amtsgericht in Palma stapeln sich die Angebote für Villen am Meer. Im Falle der Pleite muss das Feriendomizil eben als erstes zu Barem gemacht werden.