27 2010
Immobilien-Versicherung: Sicherheit im Schadensfall
Ein Hausbesitzer ist vor den Launen der Natur nicht gefeit. Sturm-, Hagel- und Blitzschäden können einen enorm hohen Schaden anrichten, der in der Regel von einer Immobilien-Versicherung getragen wird.
Der stetige Klimawandel zeigt sich derzeit am deutlichsten in entfernten Regionen, die Opfer von Springfluten, Taifunen und Erdbeben werden. Doch auch in unseren Breiten nehmen die naturbedingten Schäden an Gebäuden, beispielsweise nach Überschwemmungen, zu. Hausbesitzer, die keine oder eine unzureichende Immobilien-Versicherung abgeschlossen haben, können so schnell auf einem kaum zu bewältigenden Schuldenberg sitzen bleiben. In einer guten Gebäudeversicherung wird in der Regel eine ganze Bandbreite an möglichen Schäden abgedeckt.
Die häufigste und unproblematischste Versicherung stellt die Sturmschadenversicherung dar. Andere Elementarereignisse, wie Überschwemmungen, Erdrutsche oder Schneedruck, müssen normalerweise extra versichert werden. Das ist auch abhängig vom jeweiligen Anbieter beziehungsweise Versicherungspaket. Eine genaue Prüfung ist daher vor Vertragsabschluss unverzichtbar.
Die Besonderheit bei der Immobilien-Versicherung liegt aus Sicht der Versicherungsanbieter in der Planbarkeit der Zahlungen. Feuerschäden können aus den Einnahmen der einzelnen Feuerversicherungen abgedeckt werden. Tritt aber ein für die Region unerwartetes Ereignis, wie ein Erdbeben ein, steigt die Zahl derjenigen, die Entschädigung bei der Versicherung verlangen, denn dann sind viele Häuser in oft großem Ausmaß betroffen. So erklärt sich auch, warum diese erweiterten Schäden gesondert und mit speziellen Tarifen versichert werden müssen.
Der Versicherungsnehmer trägt selbst Sorge, dass seine Immobilie weder unter- noch überversichert ist. Um den derzeitigen Versicherungswert eines Gebäudes zu ermitteln, wird ein dynamisches System benutzt, denn zum Zeitpunkt des Baus war das Haus vielleicht mehr beziehungsweise weniger wert als heute oder in ein paar Jahren. Man ermittelt dazu den sogenannten Versicherungswert 1914. Dieser bezeichnet den Wert, den das Haus im Jahr 1914 gehabt hätte. Multipliziert mit dem sich inflationsbedingt ändernden Baupreisindex, erhält man eine stets aktuelle Versicherungsprämie. Dieses einfache Schema macht verschiedene Versicherungsfälle vergleichbar und erleichtert das Errechnen des Wertes.