08 2010

Günstige Mietwohnungen unter die Lupe genommen

Bei der Suche nach einer finanzierbaren Immobilie stehen günstige Mietwohnungen häufig ganz oben auf der Prioritätenliste. Geprüft werden muss, ob das Objet über das Jahr gesehen tatsächlich preiswert ist.

Günstige Mietwohnungen sind bei all denjenigen gefragt, deren finanzielle Rücklagen sehr begrenzt sind und die laufenden Kosten einschließlich Miete mit dem monatlich verfügbaren Einkommen lückenlos gedeckt werden müssen. Dabei kann der Begriff "günstig" sich sehr unterschiedlich darstellen. Sucht der Interessent z. B. eine Mietwohnung im Zentrum einer Großstadt, so gilt ein anderer Mietpreis als normal oder preiswert als etwa 100 km außerhalb auf dem Land. Oder, wenn Wohnungsknappheit herrscht, wird ein höherer Mietpreis schneller als normal angesehen als bei Wohnungsüberschuss oder in Gegenden, die mit leerstehenden Wohnungen zu kämpfen haben, weil Abwanderungen in Industriezentren vorgenommen werden, um der drohenden Arbeitslosigkeit vor Ort zu entgehen.

Hat der Interessent dann das Glück, zwischen günstigen Mietwohnungen auswählen zu können, ist zu prüfen, ob vermeintlich günstige Mietwohnungen auch tatsächlich - über das Jahr verteilt - preiswert bleiben. Neben der Lage der Wohnung, dem Zuschnitt und der Größe der Wohnung ist die Übernahme von Renovierungskosten ebenso interessant wie die Hinterlegung der Höhe der Kaution. Ganz wichtig ist, die Höhe der Nebenkosten bereits vor Unterschrift des Mietvertrages genau unter die Lupe zu nehmen. Oft sind diese nämlich zu niedrig angesetzt und am Jahresende, bei der Schlussabrechnung, kann es böse Überraschungen bezüglich geforderter Nachzahlungen geben, die umso schlimmer sind, je weniger damit gerechnet wird. Gut beraten ist auch, wer sich entweder im gleichen Haus diesbezüglich in der Nachbarschaft umhört oder sich vom Vermieter die Nebenkosten aus den zurückliegenden Jahren vorlegen lässt.

Erscheinen die Nebenkosten zu niedrig, ist ratsam, lieber etwas mehr monatlich zu bezahlen. Die Freude über eine Rückzahlung am Monatsende ist dann umso größer.

Zu berücksichtigen ist auch die Einhaltung von Kündigungsfristen. Ein exaktes Timing, d. h. die Beendigung des Mietverhältnisses des noch bewohnten Objektes so zu legen, dass gleich im Anschluss die neue Miete beginnt, hilft ebenfalls Kosten sparen. Oftmals kann die vereinbarte Miete auch mit Renovierungskosten verrechnet werden.

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