02 2010
Fertighäuser - die schnelle Form des Hausbaus
Fertighäuser erfreut sich in den letzten Jahren ständig steigender Beliebtheit. Dennoch gilt es, Vor- und Nachteile exakt gegeneinander abzuwägen, um nicht auch hier unliebsame Überraschungen zu erleben.
Als Fertighäuser werden Bauten bzw. Immobilien bezeichnet, deren einzelne Bauelemente industriell vorgefertigt werden. In kleinen Einheiten werden diese dann vom Bautrupp an der Baustelle zusammengebaut. Im Gegensatz dazu steht das Massivhaus, bei dem noch Stein auf Stein gebaut wird. Hier dauert der Bau wesentlich länger und benötigt auch mehr Personal, als beim Fertighaus, bei dem "nur" die Einzelteile zusammengefügt werden müssen. Allerdings verschwimmt das eine mit dem anderen zunehmend, zumal einige Anbieter von Massivhäusern auch schon Vorfertigungen im Programm haben.
Ist die Entscheidung grundsätzlich für den Bau eines Fertighauses gefallen, gilt es, die Art und Weise des Baus sowie die Inhalte festzulegen. Soll es ein Holzblockhaus sein oder ein Haus aus der Reihe Fertighäuser mit Holzrahmenbau? Oder besser die Mischbauweise oder gleich alles aus Beton bzw. Tafelbau? Ideen und Vorstellungen über Farben, Stil und Form des Hauses fließen mit ein und vervollständigen die Entscheidungen. Hier helfen die Experten der Fertighausfirmen, deren wertvolle Empfehlungen und Tipps gerne in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. In aller Regel steht ein konkreter Ansprechpartner bereit, der nicht nur den Baufortschritt überwacht, sondern auch als Baubegleiter und Ansprechpartner während der Bauphase zur Verfügung steht.
Vorgefertigte Häuser sind auf dem ersten Blick oft nicht mehr von einem normalen Massivhaus zu unterschieden. Grundsätzlich ist alles möglich und jede Ausnahme bestätigt die Regel. Hat man früher die Qualität der Fertighäuser angezweifelt, z. B. den mangelnden Brandschutz, so sorgen inzwischen moderne Technologien dafür, dass diese Nachteile längst der Vergangenheit angehören. Heute gilt sogar der weiterentwickelte Brandschutz als der Bessere im Vergleich zur herkömmlichen Ziegelbauweise. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Trittschwingung der Holzböden - falls man sich für diese entscheidet - bei den Fertighäusern wesentlich stärker ist als bei Betonböden. Bezüglich der Finanzierung zeigen Banken bei der Hausbeurteilung einen geringeren Werterhalt als bei herkömmlicher Bauweise.